Tacheles Wasserspiele 2011 DO 24. FEBRUAR 2011

Hochdruck. Gespräche mit Senat, Wasserbetrieben und Presse. Agenturmeldung: Bund der Steuerzahler fordert den Finanzminister zur Rückabwicklung des Tacheles-Verkaufs auf. Konferenzen. Senator Wolf verhandelt mit den Wasserbetrieben. Künstler füllen Wasserkanister. Noch versucht die Gruppe Tacheles – gestützt durch überwältigenden, teilweise unerwarteteten Support (die Feuerwehr will einen Schlauch spenden) – die für morgen anstehende Wasserabschaltung abzuwenden und plant parallel Plan B und C: Irgendwas geht immer. Und: Wenn die Bundesrepublik jetzt den Kaufvertrag von 1998 rückabwickelt, ist das Tacheles endlich dauerhaft zu retten. Dann fließt auch wieder das Wasser. Hoffentlich im ganzen Haus.

Hintergrund der Wasserabschaltung: Die Gruppe Tacheles hat vor Gericht geklagt, um einen Rechtsanspruch auf Wasserversorgung durchzusetzen – und verloren. Demnach sind die Wasserwerke nicht verpflichtet, dem Tacheles Wasser zu liefern. Dass von dieser Möglichkeit – gegen alle Absprachen – tatsächlich Gebrauch gemacht wird, ist hingegen mutmaßlich auf das Einwirken der derzeitigen Tacheles-Zwangsverwaltung, die nach wie vor Schließung und Räumung des Tacheles anstrebt, auf die Wasserbetriebe zurückzuführen. Erst letzte Woche konnte die für den 2. März geplante Räumung von Café Zapata und Studio54 gerichtlich verhindert werden.

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